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03. Juni 2019

Gedenken an Johanna Kirchner

Gedenken an Johanna Kirchner,
am 08.06.2019 um 16:30 Uhr,
an dem Straßenschild,
das ihren Namen trägt/ Ecke Kollwitzstraße,
in der Siedlung Westhausen


Der Kulturkreis Westhausen erinnert an Johanna Kirchner, die am 09.Juni 1944 in Berlin- Plötzensee hingerichtet wurde. Im Rahmen einer Gedenkstunde wird die ehrenamtliche Stadträtin Elke Sautner auf den Lebensweg von Johanna- Kirchner eingehen. „Sie steht mutig für alle Frauen und Männer, die sich gegen Unrecht und Menschenverachtung eingesetzt haben und dafür mit ihrem Leben bezahlen mussten“. Johanna Kirchner, geborene Stunz, wurde am 24. April 1889 in Frankfurt am Main geboren. Sie entstammte einer sozialdemokratischen Familie. Das prägte ihren Lebensweg.

In der Zeit des 1. Weltkriegs engagierte sich Johanna Kirchner in der kommunalen Wohlfahrtspflege und beteiligte sich am Aufbau der Arbeiterwohlfahrt, die im Jahre 1919 gegründet wurde. Als engagierte Antifaschistin musste sie 1933 untertauchen, denn der Gestapo war ihre Mithilfe bei der Befreiung eines Nazigegners bekannt geworden. Sie entzog sich der bevorstehenden Verhaftung und flüchtete, die Familie zurücklassend, nach dem französisch besetzten Saarbrücken. Sie schrieb Berichte für den SPD-Exilvorstand. Auch produzierte und verbreitete sie Flugblätter. Zudem half Johanna in einem Restaurant aus, das Marie Juchacz gehörte, der Gründerin der Arbeiterwohlfahrt.

Da das Saargebiet 1935 an das Deutsche Reich angeschlossen wurde, musste die Flucht weitergehen. Forbach, Metz und schließlich Paris waren die Stationen. Von hier unterstützte sie den Widerstand in der Heimat. Doch die Gestapo wurde ihrer habhaft und brachte sie von Paris nach Deutschland zurück. Ihr wurde der Prozess wegen Landesverrats gemacht. Das Urteil: 10 Jahre Zuchthaus. Dieses Urteil wurde vom Volksgerichtshof aufgehoben und zur Todesstrafe umgewandelt. Johanna Kirchner wurde am 9. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

An der Fassade der Frankfurter Paulskirche ist eine Gedenktafel für sie angebracht. In der Siedlung Westhausen trägt eine Straße ihren Namen.


Roland Sautner
Sprecher des Kulturkreises Westhausen
Zusammenschluss von SPD, AWO, evangelischer und katholischer Kirchengemeinde