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08. Juni 2018

9.6.1944 - Ermordung von Johanna Kirchner

Die Arbeiterwohlfahrt ging aus der Arbeiterbewegung hervor. Unsere Werte Freiheit, Gleichheit, Solidarität. Gerechtigkeit und Toleranz basieren auf dem freiheitlich-demokratischen Sozialismus.

Auch Johanna Kirchner hat für diese Werte gekämpft:


Wir haben ein „Bild“ von ihr:

Johanna Kirchner ist fortschrittlich, visionär, ihrer Zeit weit voraus; sie ist emanzipiert, geht mutig und furchtlos soziale Probleme an und scheut sich nicht diese deutlich zu benennen. Sie ist eine Kämpferin für Menschenrechte – besonders für die Rechte von Frauen und Kindern.

Dazu kommt – sie ist ein Frau: modebewusst und sensibel, kontaktfreudig, attraktiv, mit einer Schwäche für Hüte und Schuhe. Sie ist sehr geschickt im Handarbeiten. Und sie schreibt Gedichte, die einen warmherzigen und gefühlvollen Charakter offenbaren.

Wir wissen dies insbesondere aus den Berichten der Neffen Johannas. Zum einen Rudi Arndt, verstorbener, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main und Günter Arndt, 2013 verstorben.

1889 wird Johanna Kirchner als Älteste von sechs Kindern der sozialdemokratischen „Dynastie“ Stunz geboren. Schon mit 14 Jahren ist sie Mitglied der Sozialistischen Arbeiterbewegung, mit 16 tritt sie in die SPD ein.

Während des Ersten Weltkrieges hilft Johanna Kirchner Kindern und Frauen. Sie organisiert Schulspeisungen und Erholungsaufenthalte. Im Hungerjahr 1919 gründet Johanna Kirchner, zusammen mit anderen Sozialdemokratinnen, die Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt.

Wie in ihrer Kindheit und Jugend, ist sie immer etwas wacher, fantasiereicher und vorausschauender.
Bald arbeitet Johanna im Kreis von Gleichgesinnte gegen den braunen Terror, versucht, den Anfängen zu wehren.

1933, mit Haftbefehl in Deutschland gesucht, flieht sie in das vom Völkerbund verwaltete Saargebiet und hilft Emigranten aus Deutschland heraus zu kommen. 

Nach dem „Anschluss“ des Saargebiets an das Deutsche Reich muss Johanna Kirchner nach Frankreich fliehen.

Beim Einmarsch der Nazis in Frankreich wird sie interniert. Die Vichy-Regierung liefert sie 1942 auf Verlangen der Gestapo an Deutschland aus.

Über Frankfurt wird sie nach Berlin transportiert. Dort stellen die Nazis sie zwei Jahre später in einem Schau-Prozess vor den Volksgerichtshof und verurteilen sie zum Tode.

Johanna Kirchner wird am 9. Juni 1944 um 13.00 Uhr in Berlin-Plötzensee mit der Guillotine ermordet. Sie ist 55 Jahre alt.

Die Stadt Frankfurt am Main hat bis 1995 die Johanna-Kirchner-Medaille an Menschen verliehen, die im Widerstand gegen die NS-Diktatur gekämpft haben. Eine Tafel an der Frankfurter Paulskirche erinnert an die Namensgeberin.

Für uns ist Johanna-Kirchner besonders wichtig, da sie 1919 Mitbegründerin der AWO in Frankfurt am Main war. Unsere Stiftung, der unsere 3 Heime und unser Fort- und Weiterbildungsinstitut angehören, ist nach ihr benannt. Das Johanna-Kirchner-Altenhilfezentrum im Gutleutviertel ist unsere größte Einrichtung.