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Integration - eine Selbstverpflichtung für die AWO

Yilmaz Karahasan und Turgut Yüksel (ganz rechts)

Anlässlich der AWO-Kampagne „Solidarische Stadtgesellschaft“ gründete sich im vergangenen Jahr die Arbeitsgruppe Integration. Eines ihrer wichtigsten Themen ist die Selbstverpflichtung zur Integration des AWO Kreisverbandes Frankfurt. Die AWO Zeitung sprach dazu mit Turgut Yüksel und Yilmaz Karahasan, beide sind Mitglied im Kreisvorstand der Frankfurter AWO sowie in der Arbeitsgruppe Integration.

Wie sieht aus Sicht der AWO gelungene Integration aus?
Yilmaz Karahasan:
 Für die AWO bedeutet Integration nicht etwa die Aufgabe eigener Identität und die totale Anpassung in die „Mehrheitsgesellschaft“, sondern die Verwirklichung der rechtlichen und politischen Gleichberechtigung, die mit einer gesellschaftlichen Gleichbehandlung einhergeht.
Wir sprechen also von einem Prozess, der durch geeignete infrastrukturelle Maßnahmen unterstützt und gefördert werden kann und muss.

Turgut Yüksel:
 Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe für alle müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen ihren Niederschlag finden, auch bei der AWO. Wenn wir das erreichten, würden wir die Ausgrenzung beseitigen und volle Integration erzielen. Ein wichtiger Indikator dafür ist es, wenn wir nicht mehr von „ihr und wir“ sondern von „wir“ reden.

Was bedeutet die Selbstverpflichtung zur Integration für die AWO?
Turgut Yüksel:
 Mit der Selbstverpflichtung versuchen wir die interkulturelle Öffnung und die Integration der Migranten nicht nur als Forderung an die Gesellschaft zu formulieren, wir stellen diesen Anspruch als AWO an uns selbst. Wir möchten mit gutem Beispiel vorangehen. Mehr als die Hälfte der Frankfurter Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. Er macht uns deutlich, dass die multiethnische und multikulturelle Dimension aus der Lebenswelt aller Menschen unserer Stadt nicht mehr wegzudenken ist. In Frankfurt leben Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zusammen, wir müssen vielfältiger werden.

Yilmaz Karahasan:
 Die professionellen der interkulturellen Öffnung weiter entwickelt werden. Hierfür sind entsprechende Schulungen der Mitarbeiter aller Bereiche wichtig und eine gezielte Personalpolitik, die Menschen mit Migrationshintergrund bei der Einstellung und Beschäftigung besonders berücksichtigt. Auch hier bedeutet Chancengleichheit und Gerechtigkeit, dass den Benachteiligten in der Gesellschaft besonders geholfen wird.

In welchen Bereichen plant die AWO eine verstärkte interkulturelle Öffnung?
Yilmaz Karahasan:
 In erster Linie in unseren Altenhilfezentren. Die Zahl der pflegebedürftigen Migranten der ersten Generation steigt kontinuierlich an und die nachkommenden Generationen werden folgen. Daher werden für die AWO die offene und stationäre Altenhilfe für Migranten immer wichtiger.

Turgut Yüksel:
Die Öffnung gelingt uns heute insbesondere im Kinder- und Jugendbereich – aber noch nicht genug. Wir sollten hier den Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund im professionellen und ehrenamtlichen Bereich erhöhen und die Mitarbeiter weiterhin fortbilden, um dem Bedarf an interkulturellen Kompetenzen bei der AWO noch wirkungsvoller Rechnung zutragen.

Was unternimmt die AWO konkret, um die Selbstverpflichtung ins Leben zu tragen?
Turgut Yüksel:
 Yilmaz Karahasan und ich repräsentieren im Kreisvorstand der AWO zwei Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist einer der wichtigsten Schritte der Selbstverpflichtung. Wir bringen dort das
Thema Integration als Querschnittsaufgabe immer wieder ein. Damit ist das Führungsgremiumder AWO interkulturell und kultursensibel gut bestückt.

Yilmaz Karahasan:
 Wir haben bereits Gespräche mit Migrantenorganisationen geführt und Informationsveranstaltungen
organisiert, weitere Aktionen werden folgen. Derzeit nehmen wir unsere Beschäftigtenstruktur unter die Lupe und werden daraus resultierende Maßnahmen in die Wege leiten.

Das Interview führte Martina Scheer