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14. September 2017

Integrationshilfen für Geflüchtete

Im Dezember 2016 nahm für den Diversity-Manager Atila Karabörklü sein Einsatzgebiet bei der AWO eine schnelle Wende. Die „Flüchtlingswelle“ schwemmte den sozial-kulturellen Netzwerker ins Henriette-Fürth-Haus der AWO, wo er als Integrationsberater zusammen mit Doris Pogantke Geflüchteten hilft, in Frankfurt Fuß zu fassen.

Das Henriette-Fürth-Haus, eine Flüchtlingsunterkunft der AWO FFM, beherbergt zurzeit rund 300 Menschen, die meist aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, dem Iran oder Somalia geflüchtet sind. Jetzt sind sie der Stadt Frankfurt zugewiesen und wollen integriert werden. Hier setzt die Arbeit von Atila Karabörklü an, für die er sich bestens vernetzt hat. Er kümmert sich zunächst um die Vermittlung in Integrations- und Sprachkurse. Für die kulturelle Integration werden die persönlichen Potenziale, Wünsche und Fähigkeiten ermittelt und die Bewohner je nach Neigung etwa in Sprachcafés, Sportvereine oder zu Musikangeboten vermittelt.

NEURALGISCHE PUNKTE: ARBEIT UND WOHNEN
Sobald es die Sprachkenntnisse zulassen, hilft Atila Karabörklü bei der Vermittlung von Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätzen – dem Schritt in den Arbeitsmarkt. „Der Arbeits- und Wohnungsmarkt sind die zentralen Integrationsstellen“, weiß Karabörklü. „Hier muss allerdings noch viel passieren. Die Menschen möchten arbeiten und treffen dabei auf viele bürokratische Hindernisse.“ So dauert die Erteilung einer Arbeitserlaubnis bis zu acht Wochen; bis dahin ist ein Job längst anderweitig vergeben. Nun plant die AWO FFM, Geflüchtete durch Vermittlung in Arbeitsplätze ihrer Einrichtungen zu unterstützen.

Auch die Wohnungsvermittlung ist extrem schwierig. „Für die Geflüchteten ist das Leben hier auf engstem Raum eine große Belastung, doch genau hier können wir nur in Einzelfällen helfen. In Frankfurt brauchen mehr als 10.000 Menschen eine Sozialwohnung und der freie Wohnungsmarkt ist meist unbezahlbar“, berichtet Karabörklü. „Die Politik muss hier schnellstmöglich Zugänge schaffen. Solange Geflüchtete in Massenunterkünften unter sich bleiben, ist Integration nicht möglich.“

KITA-PLÄTZE BEI DER AWO
Zu Beginn lebten im Henriette-Fürth-Haus nur alleinstehende Männer in der ehemaligen Werkshalle einer Druckerei.
Inzwischen sind in das dazugehörige, eigens umgebaute Verwaltungsgebäude auch Familien eingezogen. Die mehr als 50 Kinder brauchten Kita- und Schulplätze, die Atila Karabörklü und Doris Pogantke alle erfolgreich vermittelt haben. „Bei der Unterbringung waren uns die AWO-eigenen Kitas eine große Hilfe. Klaus Roth aus der Abteilungsleitung Kindertagesstätten unterstützt uns sehr engagiert“, berichtet der Integrationsberater.

Ein großes Feld ist auch die Integration ins deutsche Gesundheitssystem. „Wir kümmern uns darum, dass alle Bewohner krankenversichert sind“, so Karabörklü. Wenn jemand krank ist, werden Arzttermine vereinbart und manchmal auch der Arztbesuch persönlich begleitet.

IMMER EINE OFFENE TÜR
Die Integrationsberatung im Henriette- Fürth-Haus hält ihre Türen von morgens bis abends geöffnet und die Menschen können jederzeit Hilfe beanspruchen. Manchmal muss man sie auch dazu ermuntern. Die Grundlage der Integrationsbegleitung bildet ein umfassendes Erstgespräch. „Es ist eine schöne Aufgabe, so nah mit Menschen zu arbeiten und ihnen direkt zu helfen“, erklärt Atila Karabörklü. „Durch die Begleitung kann man ihre Entwicklungsschritte sehen. Viele entfalten sich gut und schnell.“

EHRENAMTLICHE SIND WILLKOMMEN!

„Wichtig für die Menschen ist die Unterstützung durch Ehrenamtliche, die Patenschaften übernehmen oder Projekte
im Henriette-Fürth-Haus anbieten. Dabei ist uns die AWO FFM Ehrenamtsagentur ein sehr guter Partner. Wir wünschen uns mehr ehrenamtliche Mitarbeiter in den Projekten“, lädt Atila Karabörklü ein.

Martina Scheer