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60 Jahre Johanna-Kirchner-Stiftung des AWO Kreisverbandes Frankfurt

Als am 5. Dezember 1951 engagierte Frauen und Männer der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt die Johanna-Kirchner-Stiftung gründeten, waren in der Stadt gerade einmal die gröbsten Trümmer geräumt. Die durch den Zweiten Weltkrieg verursachte Not war noch immer sehr groß. Mit Herz, Verstand und jeder Menge Idealismus machten sich die BegründerInnen der Stiftung ans Werk, um dringend notwendige Versorgungsangebote für ältere Mitbürger aufzubauen.

Johanna Kirchner – Verkörperung von Mitmenschlichkeit

Die daraus erwachsenen und bis heute lebendigen Werte der Johanna-Kirchner-Stiftung wurden zudem ganz entscheidend von der starken Persönlichkeit ihrer Namensgeberin, der Widerstandskämpferin Johanna Kirchner geprägt. Deren gesellschaftliches Wirken machte sich die gleichnamige Stiftung zum Auftrag. Johanna Kirchner (1889-1944), geborene Stunz, wurde am 9. Juni 1944 als Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime in Berlin-Plötzensee hingerichtet. In Frankfurt am Main aufgewachsen, schloss sie sich schon im Alter von 14 Jahren der sozialistischen Arbeiterjugend an. Als 18-Jährige trat sie der SPD bei und engagierte sich in der kommunalen Wohlfahrtspflege. 1919 zählte sie zu den Mitbegründerinnen der AWO in Frankfurt am Main. Ihr Name steht für das Engagement um soziale Gerechtigkeit, mutige Solidarität, für Menschlichkeit und Fürsorge. Das Handeln aller Mitarbeiter der Johanna-Kirchner-Stiftung gründet auf der Fortsetzung ihrer Ideale. 

Erster Schritt zur modernen Sozialarbeit

Nach aufreibenden Kämpfen um Grundstück und Baufinanzierung öffnete am 17. Mai 1952 das Johanna-Kirchner-Heim am Sommerhoffpark seine Türen. Die Frankfurter Arbeiterwohlfahrt hatte mit seinem Bau Neuland betreten und setzte mit dem Tag der Einweihung einen gewichtigen Meilenstein. Aus heutiger Sicht vollbrachte sie den ersten Schritt von der Fürsorge zur modernen Sozialarbeit. Das Heim bot geräumige, helle und freundliche Zweibettzimmer für 177 Bewohner an und die Presse titelte: „Das schönste und modernste Altersheim in der Bundesrepublik“. Bereits vier Jahre später nahm das Johanna-Kirchner-Heim seinen Erweiterungsbau in Betrieb.

Zum Gedenken an August Stunz, den 1. Vorsitzenden des nach 1945 wieder aufgebauten Verbands der AWO Frankfurt, erhielt das im September 1956 eingeweihte Alten- und Pflegeheim im Ostend seinen Namen. Für 157 Bewohner entstanden in dem fünfgeschossigen Haus Ein- und Zweibettzimmer, viele davon mit Balkon. Dem August-Stunz-Heim war eine kleine Pflegestation mit 27 Plätzen angegliedert. Beide Häuser der Johanna-Kirchner-Stiftung hoben sich seinerzeit deutlich vom baulichen Standard in Frankfurt mit seinen 4- bis 6-Bettzimmern ab.

Sechs Altenhilfezentren unter einem Dach

In den 80er Jahren übernahm der AWO Kreisverband Frankfurt das 1966 im Frankfurter Stadtwald erbaute Bürgermeister-Menzer-Haus und 1987 vom AWO Bezirksverband Hessen-Süd das Georg-Stangel-Haus in Oberursel. Die AWO Frankfurt benannte es im Oktober 2008 in Traute und Hans Matthöfer-Haus um. 1991 eröffneten AWO und Johanna-Kirchner-Stiftung das neu gebaute Altenhilfezentrum Mörfelden-Walldorf, das allen die es kennen als idyllisches Dorf inmitten der Stadt gilt. Zum Jahresbeginn 2001 übernahm die AWO Frankfurt schließlich das Kurt-Steinbrecher-Haus in Darmstadt vom dortigen AWO Kreisverband. Damit verwaltet die Johanna-Kirchner-Stiftung heute sechs Altenhilfezentren. 

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