Die Gründung 1919
Die Gründung der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland
1919: Der Erste Weltkrieg hat das Deutsche Reich zerstört. Millionen Menschen hungern, sind ohne Obdach und in Not. Erstmals im industrialisierten Deutschland erlebt die Bevölkerung eine Massennotlage, die alle betrifft und durch alle Schichten geht. Die Notwendigkeit zu helfen, ist überall spür- und sichtbar.
Die Sozialdemokratin Marie Juchacz, Frauensekretärin beim Parteivorstand der SPD und Mitglied der Weimarer Nationalversammlung stellt aufgrund der Not und aufgrund des politischen Ziels, den Weg einer modernen Wohlfahrtspflege zu beschreiten, am 13. Dezember 1919 in der SPD den Antrag auf die Einrichtung einer „sozialdemokratischen Wohlfahrtspflege“ und ruft den „Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt“ in der SPD ins Leben.
Marie Juchacz
1926 wird die Arbeiterwohlfahrt als Reichsspitzenverband der freien Wohlfahrtspflege anerkannt. Die Weltwirtschaftskrise, die Notverordnungen und die nicht stabilen Verhältnisse der Weimarer Republik machen die Tätigkeiten der Arbeiterwohlfahrt unentbehrlich.


